Mythos #1: „Spiel niemals in der Mitte!“
Diesen Satz hast du bestimmt schon einmal gehört. Doch stimmt das wirklich? Wir klären auf!
Die Mitte ist der Grundton deines Gongs
In der Mitte liegt die Basis deines Instruments. Hier entsteht der Grundton eines Gongs, von dem aus sich die Schwingung über die gesamte Fläche ausbreitet.
Je nach Mallet bzw. Reiber und Anschlagtechnik kannst du hier tiefe, tragende Klänge erzeugen, die einen ganzen Raum mühelos füllen. Lässt du diesen Bereich deines Gongs aus, verpasst du also einen wesentlichen Teil seines Klangspektrums – und damit die tiefe Basis, auf der sich viele andere Klangfarben entfalten.
Gongbauer prüfen hier den Grundton
Ein spannender Fakt aus der Werkstatt von Gongbauer Broder-Oetken: Beim Abhören eines Gongs spielt die Mitte eine wichtige Rolle. Hier prüfen Gongbauer den Grundklang des Instruments und hören genau hin, wie sich der Klang entwickelt.
Die Mitte ist also nicht nur spielbar – sie ist ein zentraler Referenzpunkt für den gesamten Gong. Während der Herstellung wird ein Gong an vielen Stellen gehämmert und geformt. Die Mitte ist ein Bereich, der bewusst kaum bearbeitet wird. So kann sich der Grundton stabil und frei entfalten.
Unser Fazit: Spiel auch die Mitte
Die Mitte deines Gongs ist kein verbotenes Terrain – im Gegenteil. Wir raten dir sogar dazu, auch in der Mitte zu spielen. Mit dem richtigen Mallet und einer achtsamen Anschlagtechnik kannst du hier kraftvolle, tiefe Klangräume öffnen. Und keine Sorge: Dein Gong hält das aus.



